AAPK ist solidarisch mit den Angeklagten Anti_Atom Aktivistinnen in Hamburg

Wir haben an die Atomfirma einen Brief geschrieben und zeigen uns solidarisch mit den angeklagten Anti_Atom AktivIstinnen in Hamburg.

Hier der Brief:

An: C.Steinweg (Süd-West Terminal) GmbH & Co.KG
> z.H. Herr Fabian
> z. H. Herr Friede
> Am Kamerunkai 5
> DE- 20457 Hamburg
> Fax: +49 040 78950-193
> Fax: + 49 040 78950-4114
> Fax + 49 040 78950-4200
> Mail: r.fabian@de.steinweg.com
> und t.friede@de.steinweg.com

> Datum:Sonntag, der 2.August 2015

> Betreff: Ihr Strafantrag gegen engagierte AtomkraftgegnerInnen
>
>
> Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Fabian, sehr geehrter Herr Friede,
>
>
> Hiermit protestieren wir entschieden gegen den repressiven Umgang der Firma C.Steinweg mit ihren
> KritikerInnen.
> Anlass für dieses Schreiben sind die uns bekannt gewordenen Fälle von Repression gegen
> AtomkraftgegnerInnen, die im Sommer 2014 mit kreativen Aktionen die Öffentlichkeit auf die
> Atomgeschäfte Ihrer Firma aufmerksam machten.
> Laut uns vorliegenden Informationen, hat ihre Firma C. Steinweg GmbH & Co.KG mehrere
> Strafanträge wegen Hausfriedensbruch gegen AktivistInnen gestellt. Die AktivistInnen wollten sich
> am 15. August 2014 ein Bild davon machen, wie viel Uranerzkonzentrat auf dem Gelände
> zwischengelagert wurde, nachdem bekannt geworden war, dass seit einem Monat
> Uranerzkonzentrat in Containern mit abgelaufener Sicherheitszertifizierung auf dem Gelände
> lagerten. Der Hamburger Senat hatte die Öffentlichkeit falsch darüber informiert, Sie haben als
> verantwortliches Umschlagunternehmen diese falschen Informationen nicht richtig gestellt.
> Offensichtlich kommt es Ihnen darauf an, Ihre Atomgeschäfte möglichst geheim abzuwickeln. Dank
> der Aktion der UmweltschützerInnen konnte die Öffentlichkeit erfahren, dass über 50 mit
> Uranerzkonzentrat beladene Container auf dem Gelände lagerten. Manch einer fragte sich, ob durch
> Fakten schaffen ein neues Zwischenlager für radioaktive Fracht eröffnet worden war! Damit tragen
> Sie dazu bei, dass Atomkraftwerke in aller Welt mit Brennstoff versorgt werden und am Laufen
> gehalten werden! Sie tragen dazu bei, das unser Leben gefährdet wird! Mein Dank geht an die
> AktivistInnen. Auf die Geschäfte, die Sie mit dem Uran machen, bin ich erst durch ihre
> öffentlichkeitswirksamen Aktionen aufmerksam geworden.
> Sie haben Strafantrag gegen die AktivistInnen gestellt. Das ist der Grund weshalb diese nun vor
> Gericht stehen sollen! Hausfriedensbruch ist ein reines Antragsdelikt.
> Wir fordern Sie auf, die Strafanträge gegen die AktivistInnen zurückzunehmen! Dies geht
> einfach mit einem formlosen Schreiben an das Amtsgericht Hamburg Harburg.
> Statt mit einem Strafantrag die Kriminalisierung von AtomkraftgegnerInnen zu betreiben, sollten
> Sie darüber nachdenken, was die Aktion Ihrer GegnerInnen zu Tage fördert: Nämlich das ihr
> Gelände ohne grössere Sicherheitsschranken begehbar ist. Ihre Firma ist angeblich nach ISPS-Code
> (International Ship and Port Facility Security Code) gesichert. Dieser soll das Betreten unerlaubter
> Personen auf das Hafengelände verhindern. Es ist daher sehr erstaunlich, dass eine so große Gruppe
> von AktivistInnen ohne Überwinden von Hindernissen auf ihr Gelände gelangen und dieses
> inspizieren konnte, obwohl Sie Gefahrstoffe gelagert hatten. Wie würde es aussehen wenn
> Menschen mit zerstörerischen Absichten agieren würden? Sie gefährden mit dem Handel von Uran
> die BürgerInnen von Hamburg und der ganzen Welt. Auf Ihre Homepage strahlen und werben Sie mit einem
> Umweltzertifikat. In Wirklichkeit verkörpert Ihre Firma den Strahlentod!
> Wir fordern Sie auf, den Umschlag von radioaktiven Stoffen zu beenden. Finger weg von der
> tödlichen Facht. Atomkraft tötet jederzeit und überall.
> Das Uran, das in Hamburg umgeschlagen wird und aus Abbaugebieten in Namibia, Brasilien,
> Kasachstan oder Usbekistan stammt, tötet die Menschen in und um die Uranminen.
> Ihre Firma trägt dazu bei, dass die Umwelt in den Uranabbaugebieten verseucht und unbewohnbar
> wird. Diese sind dann für Millionen von Jahren verseucht. Allein dies ist für uns schon ein
> Verbrechen an der Menschheit, das die Belegschaft ihrer Firma tatkräftig mit unterstützt.
> Das autoritär regierte Kasachstan hat seine Uranfördermenge seit 2006 von 5279 Tonnen auf 22.574
> Tonnen in 2013 vervierfacht, ist dadurch zum weltweit größtem uranproduzierendem Land
> geworden und hat seinen Weltmarktanteil von 28 % auf 38 % erhöht. Der Uranabbau sowie der
> gesamte Nuklearkomplex unterstehen dem Atomministerium und dem staatseigenen
> Bergbaukonzern Kazatomprom. Die meisten Uranminen (Sandsteinformationen) werden im In-
> Situ-Leaching Verfahren, einer Art Frackingmethode ausgebeutet; die Langzeitfolgen sind
> ungewiss. Dabei werden große Mengen an Schwefelsäure in den Untergrund gespritzt, um das Uran
> zu lösen. Nach einigen Monaten wird die Lösung aus dem Untergrund wieder abgesaugt und das
> darin enthaltene Uran verarbeitet. Die Uranerz konzentration ist sehr gering und liegt vielfach nur
> bei ca. 0,1% Prozent. Einige Uranminen sind bereits wegen des Verstoßes gegen
> Umweltvorschriften abgemahnt worden. Und Sie unterstützen diese Zerstörung von Mensch und
> Natur!
> Das Uran, das auf dem Süd-West-Terminal
> umgeschlagen wird und nach Narbonne in
> Südfrankreich weiter transportiert wird, tötet auch
> dort! Viele ArbeiterInnen der AREVA
> Uranraffinerie in Narbonne Malvési sind an Krebs
> erkrankt oder gestorben. Um nur einige Beispiele
> zu geben: Der Werkarzt Docteur Gibert und der
> Pförtner der Anlage sind an Leukämie gestorben,
> der ehemalige Arbeiter Michel Leclerc kämpft seit
> zwanzig Jahren gegen die Leukämie. Der
> Zusammenhang zwischen seiner
> Leukämieerkrankung und die 4 Jahre, die er in der Anlage in Narbonne Malvési gearbeitet hat, ist
> offiziell anerkannt. Auf eine gerechte Entschädigung wartet er aber immer noch. Gerecht kann diese
> auch nicht sein. Die Krankheit hat sein Leben zerstört. Ich empfehle Ihnen, das Interview mit
> Michel Leclerc zu lesen.*
> Jeder Container mit Uranerzkonzentrat auf ihrem Gelände hat eine Aktivität von ca. 360 Gigs-
> Becquerel. Die Transporte stellen eine unnötige Gefährdung der Bevölkerung dar. Bei einem
> Aufprallunfall kann radioaktive Staub freigesetzt werden. Das Einatmen von diesem Staub kann
> Lungenkrebs verursachen. Schon kleinste Strahlendosen verursachen Erkrankungen. Die
> international für ihre Expertise anerkannte Organisation ippnw warnt vor Niedrigstrahlung.**
> Schon Strahlendosen in der Größenordnung von 1 Millisievert (mSv) erhöhen nachweislich das
> Erkrankungsrisiko. Es gibt keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Strahlung unwirksam wäre.
> Die radioaktive Verseuchung unserer Umwelt ist kriminell – nicht die Aktionen von
> AtomkraftgegnerInnen, die darauf aufmerksam machen!
> Nehmen Sie Ihre Strafanträge gegen die AktivistInnen zurück!
> Stellen Sie den Umschlag von radioaktiven Stoffen am Süd-West-Terminal ein!
> Mit atomkraftfeindlichen Grüßen
>
> AAPK
> Anti_Atom_Plenum Köln
>
> Graswurzelwerkstatt
> c/o Gesundheitsladen
> Venloer Str.46 / 50672 Köln
>
> Presse: 0221-30.28.43.70
>
>
>
> www.antiatomplenum.blogsport.de
> www.antiatomkoeln.de
>

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