*Prozess gegen Anti-Atom-AktivistInnen am 10. Oktober 2014 in Halle (Saale)*

*Prozess gegen Anti-Atom-AktivistInnen am 10. Oktober 2014 in Halle (Saale)*

_Prozesstermin_*: *10.Oktober 2014um 9:00 Uhr im Justizzentrum Halle,
Thüringer Straße 16, Saal X 0.1, X.0.2

_Fortsetzungstermin_: 29.Oktober 2014um 9:00 Uhr ebd.

* * * * * * * *

*Kein Castor nach Lubmin! – Prozess gegen Anti-Atom-AktivistInnen am
10. Oktober 2014 in Halle (Saale)*

Kein Castor nach Lubmin!- Unter diesem Motto protestierten am 16.
Februar 2011 viele Menschen auf nahezu der gesamten Strecke gegen den
Transport von Atommüll aus dem ehemaligen Kernforschungszentrum
Karlsruhe nach Lubmin – auch zwischen Schkopau und Halle-Ammendorf. Dort
hatten sich zwei ROBIN WOOD-Aktivisten von einer Brücke über die Saale
abgeseilt. Die Weiterfahrt des Castor-Transports verzögerte sich um fast
zwei Stunden.

*Prozess gegen Anti-Atom-AktivistInnen wird eröffnet*

Wegen der Aktion für den Stopp von Atommülltransporten und den
sofortigen Atomausstieg werden nun sieben AtomkraftgegnerInnen
strafrechtlich verfolgt. Die Anklage lautet auf Nötigung. Der Prozess
wird am 10.Oktober 2014um 9:00 Uhr im Justizzentrum Halle(Thüringer
Straße 16) beginnen.

*Sicher ist nur das Risiko*

Atomenergie birgt unkalkulierbare Risiken– das hat die
Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 vielen Menschen auf
grausame Weise bewusst gemacht. Atommülltransporte halten die
Atommaschinerie in Gang und bergen Risiken. Der blockierte Transport war
unnötig, denn der Müll lagerte in Karlsruhe genauso unsicher wie jetzt
in Lubmin. Da es weltweit kein Endlager gibt, dient das Verschieben von
Atommülldem Verschleiern dieses Atommüll-Notstands. Auch wegen der
Gefahr technischen und menschlichen Versagens, das schon zu zahlreichen
Zugunfällen geführt hat sowie wegen maroder Schienenstrecken ist es
unverantwortlich, Castor-Behälter mit 100 km/h quer durch die
Bundesrepublik zu transportieren. Trotzdem ist es Realität.

*Das ist doch kein Atomausstieg*

Die Produktion von Atommüll geht weiter, obwohl es keinen Ort gibt, an
dem er sicher gelagert werden kann. Hierzulande dürfen noch bis ins Jahr
2022 Atomkraftwerkeweiter betrieben werden – trotz der stetigen Gefahr
einer Nuklearkatastrophe. Die Urananreicherungsanlage Gronau wird sogar
noch ausgebaut, anstatt sie stillzulegen. Weiterhin investiert die
Bundesregierung öffentliche Gelder in Atomkraftforschung und den Bau von
Atommeilern im Ausland. Darüber hinaus etabliert sich Rostock als
Drehscheibe internationaler Atomtransporte Richtung Skandinavien,
Baltikum und Russland.Öffentlicher Druck und entschlossene Aktionen für
einen sofortigen Atomausstieg bleiben daher auch weiterhin notwendig!

*Solidarität!*

Es ist wichtig, dass Prozesse gegen AtomkraftgegnerInnen nicht unter
Ausschluss der Öffentlichkeit laufen. Also: *Kommt zum Prozess!*

*Prozesstermin: **10.**Oktober **2014**um **9:00 Uhr im Justizzentrum
Halle, Thüringer Straße 16, Saal X 0.1, X.0.2*

Fortsetzungstermin: 29.Oktober 2014,9:00 Uhr

*Gerichtsverfahren kosten Geld*

Wer Maßnahmen zur Rechtshilfe für die AktivistInnen finanziell
unterstützen möchte, spendet an das unabhängige Rechtshilfekonto: Renald
Orth, Stichwort: „Rechtshilfe für Aktivisten“, Kto: 841 20 90, BLZ: 251
205 10 Sozialbank Hannover

(Spenden für Rechtshilfe sind leider nicht steuerabzugsfähig.)

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