Protest gegen Urantransport quer durch das Bundesgebiet nach Frankreich

Anti-Atom-Plenum Köln
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Anti-Atom-Büro Hamburg
Arbeitskreis gegen Atomanlagen Frankfurt am Main
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG)

Kontakt: 02562-23125 (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen / BBU)

Protest gegen Urantransport quer durch das Bundesgebiet nach Frankreich

(Bonn, Hamburg, Köln 16.07.2014) Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände warnen aktuell vor einem Atomtransport, der als Bahntransport von Hamburg nach Frankreich rollt. Mehrere Organisationen, darunter das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, das Anti-Atom-Büro Hamburg, das Anti-Atom-Plenum Köln und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern zudem in einer gemeinsamen Stellungnahme, die am heutigen Dienstag (16. Juli) veröffentlicht wurde, das Verbot aller Atomtransporte.


Hier zu sehen einer der schlecht gekennzeichneten und verrotteten Container am 16.7.14 in Köln


….und hier noch ein Schrotthaufen mit Uran…

Seit Montag-Abend (14. Juli) ist ein Urantransport mit der Bahn von Hamburg quer durch das Bundesgebiet nach Frankreich unterwegs. Dank intensiver Recherchen von Anti-Atomkraft-Initiativen vor Ort in Hamburg ist es erneut gelungen ist, einen geheimen Atomtransport zu veröffentlichen.

Bereits am Wochenende wurden aus Kasachstan stammende Container mit Yellow Cake (Uranerzkonzentrat) in Hamburg am Südwest-Terminal gesichtet. Die verschiedenfarbigen Container weisen verblasste Farben auf: Rot, grün und blassblau. Ein Container hatte eine chinesische Aufschrift. Insgesamt 17 Container mit Uranerzkonzentrat wurden in Hamburg auf Bahnwaggons verladen. Der Zug setzte sich am Montag (15. Juli) gegen 18 Uhr in Bewegung. Zuvor hatte allerdings die Polizei Mängel festgestellt und vier Urancontainer durften nicht auf die Bahn verladen werden. Nach Angaben dess NDR-Magazins Panorama 3 war „die notwendige Zulassung der Behälter abgelaufen. Neun weitere Container durften nur unter Auflagen weitertransportiert werden.“

Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Atomtransport-mit-Sicherheitsmaengeln-im-Hafen-gestoppt,kurzehh151.html

Nachdem der Zug mit dem Nuklearmaterial heute früh (16. Juli) in Köln gesichtet wurde, könnte er bereits die deutsch-französische Grenze erreicht haben.

Der folgende Fahrplan orientiert sich an früheren Urantransportbeobachtungen. Verschiebungen um z. B. eine Stunde früher oder später sind denkbar.

Mittwoch-Nachmittag: mehrstündiger Aufenthalt in Woippy (Frankreich)
Donnerstag: Weiterfahrt über Miramas
Freitag, ca 8.00 Ankunft Narbone / Umrangieren
Freitag-Vormittag Ankunft bei der Uranfabrik Malvesi

In Malvesi soll das Uran weiter verarbeitet werden. Möglicherweise kommt es später zurück in die Bundesrepublik, um in den Uranfabriken in Gronau und Lingen weiter für den Einsatz in Atomkraftwerken vorbereitet zu werden.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung kritisiert, dass Atomtransporte klammheimlich durchgeführt werden. Hilfskräfte wie Feuerwehr und DRK werden in der Regel vorab nicht informiert und auch die Bevölkerung bekommt keine Hinweise über die brisanten Transporte. Die Initiativen und Verbände fordern angesichts der drohenden Gefahren ein generelles Verbot aller Atomtransporte sowie die Entwidmung der Häfen für Atomtransporte. Weiterhin wird grundlegend die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und Artomanlagen gefordert.

Informationen zur Uranfabrik im französischen Malvesi unter http://blog.eichhoernchen.fr/post/Urantransport-auf-seinen-Weg-von-Hamburg-nach-Frankreich-beobachtet

Aktuelle Transportfotos und Hintergrundinformationen: http://blog.eichhoernchen.fr/post/Urantransport-aus-Kasachstan-ueber-HH-auf-dem-Weg-Frankreich

Beobachtungen aktueller Atomtransporte mit Schiffen, Zügen oder LKW können dem BBU unter 0228-214032 bzw. 02562-23125 (BBU AK Energie) mitgeteilt werden. Mitteilungen können auch mittels E-Mail erfolgen: bbu-bonn@t-online.de.

Aktionshinweise und weitere Informationen

Unterschriftenaktion gegen Castor-Atommülltransporte:

Home

Aktionscamp gegen Atomanlagen und Atomtransporte bei Kiel, 9. – 16. August bei Kiel: http://antiatomcamp.nirgendwo.info

Weitere Informationen zum Thema Atomtransporte u. a. unter http://www.urantransport.de, http://aabhh.noblogs.org, http://umweltfairaendern.de, http://www.bbu-online.de

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